Externe und unabhängige Beratung
Fallanalysen
Personalentwicklung
Schulung/Training/Coaching
Entwicklung von Konzepten zur Gewaltprävention und -intervention
Sicheres Team - Sichere Räume

"Gewalttägies Handeln zu verstehen bedeutet nicht, es auch zu dulden."

Prävention / Vorbeugung

Gewalt- und Missbrauchsprävention beschäftigen sich mit den Fragen, wie Wahrnehmung, Denken und Handeln Gewalt und Missbrauch wirksam verhindern können, bevor eine Situation eskaliert.

Wie verhalten sich Täter und welche Strategien nutzen sie, um eine Aufdeckung oder Verfolgung durch Ermittlungsbehörden zu vermeiden?

Einschreiten, handeln bei gewaltbereiten Personen, bei denen akut Gewaltanwendung bevorsteht, sollte immer eine Strategie zur Eigensicherung enthalten, um nicht selber Opfer von Gewalt zu werden (siehe Intervention).

Im beruflichen Umfeld, in dem besondere Persönlichkeiten Kunden oder Klienten sind, kann eine schnelle und korrekte Einschätzung, ob eine Person hier und jetzt gewalttätig werden wird, von erheblicher Bedeutung sein.

Für die Einschätzung von Gewaltpotential und den Umgang mit Personen, die ein schlechtes Bauchgefühl auslösen, gibt es aus der wissenschaftlichen Forschung und der Praxis hilfreiche Strategien und Merkmale.

Die Beratung fußt auf Erkenntnisse und Erfahrungen der Gewaltforschung, den Polizeiwissenschaften, der Rechtspsychologie, der Sozialpsychologie, Kriminologie und Kriminalistik.

Das Coaching und die Trainings werden im Austausch mit Praktikern weiterentwickelt.

"Weniger schaden ist nicht schützen."

Michael Braungart

Intervention / Eingreifen

Das wirksame Einschreiten gegen Gewalt und/oder Missbrauch unterscheidet sich je nach Umfeld enorm.

Interventionen an einer Schule, die zunehmend Eltern beobachtet, die Schüler drangsalieren, sind anders zu gestalten, als eine Intervention bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch in einer Kindertagesstätte.

Noch anders gestaltet sich das Eingreifen bei einer Person, die auf Grund einer psychischen Störung Mitarbeiter*innen bedroht und die frei zugänglichen Räumlichkeiten nicht verlässt.

Der Rechtsrahmen, die Art und Weise der internen Untersuchung, die Frage wer wann wie einbezogen wird, wer wann befragt werden darf, kann oder muss, kann sich hier grundlegend unterscheiden. Haben Sie ein rechtssicheres, wirksames Sicherheitskonzept?

Rechtssicherheit schafft Handlungssicherheit

Einschreiten kann auch bedeuten, zum Schutz einer Dritten Person, ggf. einer schutzbedürftigen Person (Kinder, Klienten, Patienten) aktiv zu werden: Da Situationen mit Gewalt, Gewaltandrohung oder hohem Aggressionspotential immer mit Stress und Unsicherheit einhergehen, kann Training und Praxiscoaching zu einem Grad von Sicherheit in der Unsicherheit verhelfen. So bleiben die Handlungsoptionen und Deutungsmöglichkeiten flexibel und die Handlungsfähigkeit erhalten.

Auch die Fallanalyse, bzw. ein Personal-Profiling können helfen Sicherheit im Vorgehen zu erlangen und Erkenntnisse für die Prävention zu gewinnen. Fehler können helfen eine passgenaue Strategie für die Situation und das Team vor Ort zu entwickeln.

"Das Falsche perfekt machen ist nur perfekt falsch."

Michael Braungart

Fallanalyse

Die Aufarbeitung von Gewalt- oder Missbrauchsfällen dient immer dem Verstehen, wie es passieren konnte. Dabei bleibt es aber nicht. Ziel ist immer eine Veränderung hin zur wirksamen Vorbeugung (vgl. Prävention) solcher Fälle.

Die psychologische und kriminalistische Fallanalyse beleuchtet intensiv Bedingungsfaktoren, Einstellung, Wahrnehmung, Kommunikation, konkretes Verhalten, Sachverhaltsaufklärung, Schutz- und Risikofaktoren, Sorgfalts-, Aufsichts- und Obhutspflichten, uvm.

In der Fallanalyse können sogenannte "routinierten Fehler" identifiziert werden. Dies können Fehler sein, die aus Tradition schon immer da waren. Aber auch richtiges Verhalten, dass durch schleichende Prozesse und Arbeitsroutine abgewandelt wurde und nun risikobehaftet ist.

Zur Verdeutlichung: Bei der Schwimmaufsicht über Kinder hat die Aufsicht zunächst ein Handy, auf das kurz geschaut wird, wie spät es ist. Dann werden kurze Antworten auf Nachrichten auf dem Smartphone getippt. Da in der Zeit nie etwas passiert oder wahrgenommen wird, dehnt sich die Zeit am Handy aus. Fakt: Es dauert 1-2 Sekunden bis ein Kind im Wasser hilflos sein kann und untergeht. Bei der Aufsicht hat sich ein routinierter Fehler eingeschlichen, ohne, dass dieser als Fehler erkannt wird.

Aufgabe der Fallanalyse ist aus Vorfällen zu lernen und Empfehlungen für die Zukunft abzugeben und routinierte Fehler zu identifizieren und Verantwortlichkeiten zu klären.

Zum einen mit dem Ziel Sachverhalte zu sichern, ggf. strafwürdiges Verhalten zu entdecken. Zum anderen mit dem Ziel sichere Räume und regelkonformes, sicheres Verhalten zu fördern. 

Mittel der Fallanalyse können sein: Analyse von Aktenvermerken, Protokollen, Mailverkehr, Befragungen, Personalakten, Videosichtung und -sicherung und die Durchführung von Berfragungen, Rekonstruktionen, uvm.

Über mich

Thorn Leonhardt
Psychologischer Berater (Univ)

B.A. Erziehungswissenschaften, Psychologie, Rechtswissenschaften

Präventionsmanager Gewalt (IPBm)
Systemischer Coach (IBC)
Business Personality Analyst (TPS)
Pädagogische Supervision Universität Dortmund

Jahrgang 1972, Selbständig
seit 30 Jahren tätig in sozialen Feldern: Jugendhilfe, Schule, Bildungsträger, Agentur für Arbeit, Gesundheitssektor

Personalentwicklung, Bedrohungsanalysen, Schulung für Institutionen, die mit schwierigem, belasteten Klientel arbeiten (z.B. psych. Störungen, Bedrohungen, Gewaltbereitschaft)
Gewaltprävention und -intervention in Kinder- und Jugendhilfe, Schulen, Bildungsträger, usw.
Fachberatung und interne Ermittlungen bei sexuellem Missbrauch

z.Zt. Fortbildung zum M.A. Kriminalistik, Schwerpunkt Sexueller Missbrauch und interne Ermittlungen, Institut für Kriminalistik, Berlin

Thorn Leonhardt
info(at)thornleonhardt.de
+49 (0) 171 933 51 83

Termine nach Absprache

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